Von Penticton nach Golden
Sehenswertes auf der Strecke von Penticton nach Golden
Im sonnigen Okanagan Tal liegt das Städtchen Penticton, Ausgangspunkt der heutigen Reise. Das milde Klima des Ortes lädt zur Nutzung der zahlreichen Strände und interessanten Freizeitmöglichkeiten ein. Auch sollte man den leckeren Wein probiert haben und sich in der Okanagan Game Farm die bedrohten Tiere Westkanadas, wie Wölfe, Bären oder Nashörner anschauen.
Nach 68 Kilometern ereicht man die größte Stadt am Okanagan See, Kelowna, 1854 von Missionaren gegründet. Zu einem raschen Wachstum von Kelowna trug 1958 der Bau einer der größten schwimmenden Brücken der Welt über den Okanagan See bei. 109.000 Einwohner leben in Kelowna, einer dynamischen Großstadt mit historischen Bauten und einem vielseitigen kulturellen Angebot. Im Citypark begrüßt die Statue des Seeungeheuers »Ogopopo« die Touristen, ein nostalgischer Raddampfer lädt zur Besichtigung ein. Die beste Aussicht auf Kelowna genießt man nach einem zirka 20minütigen Aufstieg vom Mount Knox.
Die Fahrt verläuft weiter über Dyama in das 114 Kilometer entfernte Vernon. Vernon ist ein Naturparadies und zeigt sich ungeheuer vielseitig. Regenwald bestimmt neben alpinen Wiesenlandschaften das Bild. Vernon ist auch eine einladende Shoppingmeile. Glücksritter treffen sich im Casino. Wer nach Vernon kommt, sollte die zahlreichen Outdoor-Angebote nutzen und sich zum Beispiel ein Kayak mieten, um die herrliche kanadische Landschaft für sich zu entdecken.
Die Weite Kanadas erschließt sich auch auf der Weiterfahrt. Wiesen, Felder, Obstplantagen und vereinzelte kleine Farmen bestimmen das Bild zwischen Armstrong und Enderby.
Am Ostende des malerischen Shuswap Lake erreicht man das 2.800 Einwohner zählende Hafenstädtchen Sicamous. Die Indianer gaben dem Ort einst seinen Namen, welcher »in der Mitte« bedeutet und sich wohl auf die Lage auf einer schmalen Landzunge zwischen Shuswap und Mara Lake bezieht. Attraktion von Sicamous sind die unzähligen Hausboote, welche am Shuswap Lake vor Anker liegen. Die schwimmenden Wohnstuben können auch gemietet werden. Um Sicamous gibt es 1000 Kilometer Küste zu entdecken. Auch lohnt hier eine Wanderung durch die herrlichen Wälder, vorbei an tosenden Wasserfällen.
Craigellachie ist ein historischer Ort, welcher eng mit dem Eisenbahnbau verbunden ist. Benannt wurde Craigellachie nach dem gleichnamigen Ort in Schottland, der Heimat der Familie des ersten Präsidenten der Canadian Pacific Railway. Symbolisch wurde am 07. November 1885 in Craigellachie der letzte Nagel in den Schienenstrang der Eisenbahnstrecke, welche den Pazifik mit dem Atlantik verbindet, geschlagen.
Vier vollständige Dörfer in Miniaturausgabe kann man im Beardale Castle Miniaturland besichtigen. Über 100 liebevoll gestaltete Minigebäude sind hier entstanden.
1880 wurde Revelstroke gegründet. Man ereicht das Etappenziel am Colombia River nach 260 Kilometern
Fahrstrecke. Das Zentrum des hübschen Städtchens ist der Grizzly Platz, welcher von zwei
steinernen Vertretern der tabsigen Gesellen gesäumt wird. Die Aussicht auf die schneebedeckten
3000er der Colombia Mountains ist fantastisch. Revelstroke besitzt ein bekanntes Eisenbahnmuseum,
eine Ausstellung zur Stadtgeschichte und die Möglichkeit der Besichtigung des Revelstroke Staudammes.
Hier kann man ebenfalls gut übernachten.
Die ersten Nationalparks
Der Revelstroke Nationalpark verfügt über einen beträchtlichen Anteil Regenwald, aber auch
bizarre Gletscherformationen sind vorhanden. Rentiere, Grizzlys und Schneeziegen
leben in dieser
beeindruckenden Landschaft. Ein Highlight ist die Befahrung der 26 Kilometer langen Strecke »Meadows
in the sky«. Man gelangt direkt auf den Gipfel des 1920 Meter hohen Revelstroke Mountain, kann
die überwältigende Aussicht genießen oder eine erhohlsame Wanderung unternehmen.
Wahrzeichen Revelstrokes ist der Mount Begbie. Bergsteiger lieben diese Herausforderung, gilt es doch,
auf dem Weg zum Gipfel 2000 Höhenmeter zu überwinden. Der Giant Cedars Weg führt vorbei
an riesigen 1000jährigen roten Zedern.
Steile Gebirgsketten, enge Täler und vielfältige Gletscher kennzeichnen das Bild im Glacier Nationalpark. Der Glacier Nationalpark ist auch bekannt für sein Höhlensystem. Die Nakimu Cave zählt zu den größten Höhlen Kanadas.
Im Zentrum des Glacier Nationalparkes befindet sich auf 1330 Metern Höhe der Rogers Pass. Die Verbindung in den Selkirk Mountains wurde 1881 durch den Geologen Albert Bowman Rogers entdeckt. Das Besucherzentrum vermittelt viel Wissenswertes über die Naturschönheiten der Region und die Geschichte des Eisenbahnbaues, welcher das Gebiet und seine Menschen prägte. Mit einem hölzernen Denkmal wird am Rogers Pass an den Bau des Trans Canada Highway erinnert.
Nach 400 Kilometern erreicht man Golden, das Ziel der Reise. Das kleine Eisenbahnstädtchen im Colombia Valley diente einst als Vorratsstation für Trapper und Siedler. Schon lange wird Golden vom Tourismus beherrscht. Bereits 1899 zeigten schweizer Bergführer ausländischen Touristen die malerischen Höhenzüge der Umgebung. Entspannung und Erholung findet man in den Pubs und Restaurants von Golden. Zu jeder Jahreszeit ist Golden ein beliebter Ausgangspunkt für Touren in die umliegenden Erholungsgebiete.
Weiter zu den Nationalparks, Banff und Jasper!