Bergsee

Westkanada-Reisebericht

Der Westen von Kanada gehört wohl zu den schönsten Landschaften, die man sich vorstellen kann. Wir haben auf unserer Rundreise leider nur vier Tage hier verbracht. Das wird aber bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir Westkanada besucht haben! Nun mein kleiner Reisebericht:

Vom Frankfurter Flughafen ging es los in Richtung Kanada, genauer gesagt nach Calgary. Schon beim Landeanflug nach rund neuneinhalb Stunden war ich total verliebt in diese Stadt. Calgary ist die viertgrößte Stadt in Kanada und auf jeden Fall eine Reise wert. Hier sollte man das Heritage Park Historical Village, das Glenbow Museum und den Fort Calgary Historic Park unbedingt gesehen haben.

Das nächste Ziel auf unserer Reise war der Lake Minnewanka, ein Naherholungsgebiet in der näheren Umgebung von Calgary. Wobei ich gelernt habe, dass man mit diesem Begriff in Kanada wirklich vorsichtig umgehen sollte. Der See ist einfach wunderbar zum Wandern und auch zum Angeln sehr gut geeignet. Baden sollte man hier allerdings nicht. Das Wasser ist einfach zu kalt. Nach einer erholsamen Nacht haben wir am nächsten Tag den Nationalpark von Banff besucht. Da in der vergangenen Zeit viele Menschen nach Banff gezogen sind und das der Natur gar nicht gut getan hat, darf nun nur noch derjenige hier hin ziehen, der auch einen Arbeitsplatz hier nachweisen kann. Für uns war es wieder einmal die Gelegenheit, die wunderbare Natur von Westkanada kennen zu lernen. Kanada ist einfach Natur pur und um das in vollen Zügen zu genießen ging es von hier aus weiter zum Lake Louise. An diesem See findet man eine richtige Strandpromenade. Die Schönheit dieses Sees dürfte also schon anderen aufgefallen sein. Die 3000er spiegeln sich hier im türkisblauen Wasser. Einfach wunderschön. Wir legten eine kleine Pause an der Strandpromenade ein. Schließlich sind wir im Urlaub und nicht auf der Flucht! Unsere Rückfahrt führte uns am Bow Valley Parkway vorbei. Hier sahen wir unseren ersten Schwarzbären. Das war etwas viel für meine Nerven.

Am nächsten Tag haben wir es etwas ruhiger angehen lassen. Die Banff Upper Hot Springs sind warme Quellen und für diesen Tag genau richtig. So viel Abenteuer brauche ich nämlich gar nicht. Wenn doch eins kommt, dann bitte vom Reiseveranstalter gut durchgeplant. Im 40 Grad heißen Wasser der Quellen konnte mich nicht mal ein Fisch beißen. Also los! So langsam ging jetzt auch der Spaß für mich los.

Nach so viel Natur brauchte ich wirklich mal etwas Abwechslung. Da kam mir der Ausflug nach Vancouver genau recht. Vancouver hat 2.208.300 Einwohner und bietet eine absolut tolle Skyline. Hier findet man tolle Museen und Theater, atemberaubende Wolkenkratzer und sogar eine ausgeprägte Schwulen- und Lesbenszene. In Kanada sonst nicht selbstverständlich. Eben eine tolle Stadt!

Dieser kleine Ausflug in die Zivilisation musste einfach sein und so ging es dann weiter die Kanadische Natur erleben. Auf dem Programm stand nun der Vermilion Lakes. Der Ausblick hier ist einfah wunderschön. Hier kann man herrlich wandern. Etwa vier km entfernt von hier liegt der Marsh Boardwalk, ein See, der zum Kanu fahren einlädt. Es ist einfach ein Genuss. Das Wasser ist hier nur etwa knietief. Also auch für ungeübte wie mich zu empfehlen. »Mein Gott«, hab ich mich dabei doof angestellt. Die Wanderung zum Minnewanka Lake hab ich nicht mehr mitgemacht. Ich war damit beschäftigt, meine nassen Klamotten zu trocknen und mich für meine Dummheit zu schämen. Ich hatte es doch glatt geschafft, ins Knie tiefe Wasser zu fallen. Sehr peinlich!

Das war dann aber auch schon unser letzter Tag im Westen von Kanada. Sicherlich werden wir wiederkommen. Trotz des bleibenden Eindrucks, den ich hier hinterlassen habe, ist die Landschaft einfach toll und ich muss hier unbedingt noch einmal hin.