Von Vancouver nach Penticton
Sehenswertes auf der Strecke von Vancouver über Osoyoos nach Penticton
Vancouver, im Südwesten von British Columbia gelegen, verdankt seinen Namen dem englischen Kapitän George Vancouver, welcher 1792 das Küstengebiet kartografierte. Was mit einer kleinen Sägewerkssiedlung begann, nahm durch die Anbindung an die Pacific Railway einen raschen Aufschwung. Die Rundreise wird uns immer wieder an der Bahnlinie vorbeiführen.
Nach 30 Autominuten erreicht man Coquitlan am Coquitlan River. Die 115.000 Einwohner zählende Stadt wurde 1891 gegründet. Die hier ansässigen Indianer gaben ihr den Namen »kleiner roter Fisch«. Das Stadtzentrum wird dominiert vom Mundy Park. Coquitlan ist weit über seine Grenzen hinaus bekannt für seine Galerien, herrlichen Segelreviere, ausgedehnten Regenwaldparks und weiten Blaubeerplantagen.
Nach zirka 80 Kilometern Fahrtstrecke erreicht man Fort Langley, 1827 als Versorgungsposten für die Goldsucher auf ihrem Weg nach Norden gegründet. Im Fort dokumentieren historisch gekleidete Statisten das Leben der Pioniere von British Columbia. Im Zentrum der gemütlichen Kleinstadt laden Cafés und Souvenirshops zum Verweilen ein.
Die Fahrt führt weiter nach Mission am Fraser River, auch »Juwel im Tal« genannt. Von den zahlreichen Parks bieten sich beeindruckende Aussichtsmöglichkeiten. Bergsteiger nutzen Mission als Ausgangspunkt für ihre Touren durch die Cascade Mountains. Ein tolles Erlebnis ist eine Bootssafari durch die zahlreichen Flussarme des Fraser River, flankiert von der imposanten Bergwelt der Coast- und Cascade Mountains.
150 Kilometer entfernt von Vancouver liegt Hope. Ein Stopp lohnt am Hope Slide, hier verschüttete 1965 ein Erdrutsch einen See und 3 Kilometer einer Straße. Das 3.500 Einwohner zählende Städtchen Hope hat sich einen Namen als Drehort für den Filmklassiker »Rambo« gemacht, die Szenen entstanden sowohl im Ort als auch im Coquihalla Canyon. Lohnenswert ist auch ein Bummel entlang der Wallace Street, wo eindrucksvolle Einbaumschnitzereien ins Auge fallen.
Voralpine Landschaften durchquert man auf der Weiterfahrt durch den Manning Provincial Park.
Tiefgrüne Nadelwälder und die über 2000 Meter hohen Berge der Coast Mountains laden zu
einem Spaziergang ein. Im Sommer kann man im Similkameen River, der eine Zeit lang neben der Straße
herführt, baden. Aber Vorsicht: Auf einer Fahrt entlang der 8 Kilometer langen Panoramastraße soll es
keine Seltenheit sein, den einen oder anderen Bären zu Gesicht zu bekommen.
Malerisch liegt Princeton am Südende des Okanagan- und des Skaha-Sees. Viele Touristen mieten sich in die typisch kanadischen Blockhäuser des Ortes ein.
Weiter auf dem Highway 3 erreicht man das fruchtbare Okanagan Valley. Es wird auch als »Obstgarten« British Columbias bezeichnet. Die ersten Missionare begannen in der klimatisch außerordentlich begünstigten Lage mit dem Weinbau. Siedler brachten Pfirsiche oder Kirschen mit ins Land. Die Obst-, Gemüse- und Kräutergärten bei Keremeos sind ein Geheimtipp. In Keremeos lohnt ein Halt an der Grist Mill, einer alten Mühle, welche im 19. Jahrhundert den Weizen der ersten Farmer des Gebietes verarbeitete. Liebevoll restauriert wird sie noch heute Schaulustigen vorgeführt.
Später erreicht man Osoyoos. Im trockenen, sonnigen Klima gedeihen Palmen und Kakteen. Spannend ist eine, von Indianern geführte, Exkursion entlang des Wüstenlehrpfades. Eine weitere Attraktion für Wasserratten ist der Okanagan See mit seinen angenehmen Temperaturen.
Die letzte Station dieses Südwest-Kanada-Abschnitts ist Penticton, Zielstation dieser Reise, die man gut an einem Tag schaffen kann. Die Salish Indianer tauften die Stadt »Ort an dem ich immer leben möchte«. Am Ende der Reise laden herrliche Sandstrände und ein umfangreiches sportliches und kulturelles Angebot zum Relaxen und Wohlfühlen im Südwesten Kanadas ein.
Weiter nach Revelstoke und Golden!